
Hertha BSC ist wieder da! Der Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt stieg am 12. Juli 2023 im Trainingslager in Zell am See in Österreich ab. Mit dabei: Ein Talent aus der Dardai-Familie. Es ist der dritte und jüngste Sohn von Hertha-Trainer Pal Dardai: Bence Dardai (17). „Dardai IV.“ könnte vor einem echten Karriere-Sprung stehen.
Im Test gegen die Young Boys Bern (2:4) in Biel kam Bence Dardai zum Zug, wurde nach 61 Minuten für seinen um vier Jahre älteren Bruder Marton eingewechselt.
Der dritte Sohn von Herthas Coach und Klub-Idol Pal Dardai geht mit der Empfehlung als U17-Europameister in die neue Saison.
Diese bestreitet Dardai IV. bei Herthas Profis mit einem „Fördervertrag“, der aber am 30. Juni 2024 ausläuft. Borussia Mönchengladbach, aber auch der AC Milan und Juventus Turin haben aber schon in diesem Sommer Interesse an dem offensiven Mittelfeldspieler angemeldet.
„Feine Technik“
„Der jüngste der drei Söhne von Pal Dardai gilt als der talentierteste“, schrieb Steffen Rohr im Kicker-Sportmagazin (Ausgabe vom 13. Juli 2023) über ihn, „der 17-Jährige kombiniert seine feine Technik mit einem Gespür für Räume und Situationen.“
Gerade deshalb gilt er als Lieblingsspieler von U17-Nationaltrainer Christian Wück, der ihm eine „gute Orientierung und eine schnelle Entscheidungsfindung“ bescheinigt.
Diese Stärken brachte Bence Dardai schon in der letzten Saison bei der U19-Mannschaft von Hertha BSC in der Junioren-Bundesliga ein: 15 Tor-Beteiligungen (davon 6 Treffer) in 13 Spielen.
Auch gegen YB Bern gelang ihm ein Traumtor, absoluter Ausdruck seiner Unbekümmertheit.
Pal Dardai steht bei der fußballverrückten Familie aus Ungarn über allen. Der 47-Jährige trainiert die Hertha zum dritten Mal, machte als Profi 297 Spiele für den Verein aus dem Berliner Westend, der ihn als 20-Jährigen einst 1997 von VSC Budapest holte. Es gibt fast nichts, was Dardai Senior nicht mit den „Herthanern“ mit gemacht hätte: Champions-League-Teilnahme 1999, Ligapokal-Sieger 2001 und 2002 (einzige Titel der Berliner in der Moderne, neben dem Intertoto Cup 2006), zwei Mal Klassenerhalt (2014, 2021).
„Tödliche Pässe“
Palko (24), der älteste Spross der Dardai-Dynastie, kam bei Hertha BSC nur auf neun Bundesliga-Einsätze und spielt inzwischen in Ungarn, bei Erstligist Fehervar.
Marton Dardai (21) ist nach dem Bundesliga-Abstieg in Berlin geblieben und liegt derzeit bei 41 Spielen in der deutschen Eliteliga. Wie seine Brüder wurde auch er in der Jugend von Hertha BSC ausgebildet.
Vater Dardai mutmaßt, dass der jüngste im Bunde, Bence, in der neuen Saison sowohl in der U19, der U23 und bei den Hertha-Profis zu sehen sein wird. Pal Dardai weiß auch, warum: „Er spielt nach vorn Pässe, die man nicht verteidigen kann. Tödliche Pässe.“
Vielleicht sehen wir diese direkt beim Samstagabend-Spiel zum Saison-Auftakt bei Fortuna Düsseldorf…
Viel Glück!
Im Video: Bence Dardai im Test mit Hertha BSC gegen Young Boys Bern